Op 2 juni 1865 verlieten drie families uit Birgden en Kreutzrath, Selfkant, de haven van Antwerpen op het zeilschip de "William Nelson". Peter Joseph Schaps, een landbouwer uit Birgden, met zijn echtgenote Magdalena (Jansen), hun 7 kinderen; Johann Leonard, Johann Joseph, Heinrich Joseph, Arnold Joseph, Maria Josepha Magdalena, Maria Gertrud en Peter Joseph, in de leeftijden van 2 tot 18 jaar, samen met zijn broer Johann Leonard. Schaps, diens echtgenote Anna Catharina (Thoenissen), en hun zonen Peter Joseph en Arnold Joseph allemaal uit Birgden. De familie Schaps werd vergezeld door Gerard Dohmen, landbouwer uit Kreutzrath, echtgenote Catharina Gertrud (Huben) en hun 4 kinderen in de leeftijd van 4 tot 10 jaar, 19 personen in totaal. De drie families hadden familie en vrienden in de Verenigde Staten welke hen zouden opvangen bij aankomst en helpen bij hun vestiging in Amerika.

Het schip "William Nelson" vloog echter op volle zee in brand en op 26 juni 1865 is het gezonken, velen met zich nemende in de golven. Van de 537 passagiers werden er ongeveer 100 gered. Een van deze overlevenden is Peter Joseph Schaps, 18 jaar oud, uit Birgden. Hij wordt na zijn redding in Le Havre in Frankrijk aan land gezet en vandaar schrijft hij een brief aan zijn oom in Birgden.

Deze brief werd 1980 gepubliceerd in de Heimatkalender des Kreises Heinsberg bij een artikel over Landverhuizers door H. P. Funken

" Haveren, den 12. July 1865

Lieber Oheim!
Ich sehe mich genöthigt, Dir zu schreiben, wo ich mich aufhalte. Am 31. (mei) gingen wir an Bord und erst am 10. (juni) hatten wir den Kanal passiert, hierauf ging es besser. Kirmesmontag hatten wir Sturm; aber leider Montag den 26.!!! - Da hatten wir alles gewaschen und rein gemacht, alles mußte geräuchert werden, und aufs Verdeck. So gegen 12.30 Uhr, als das Essen fertig war und die Passagiere runtergehen wollten, schlug die Flamme zur Tür heraus, welche mit Stricken gebunden war. O welch ein Elend! Jeder lief zum Kapitain. In diesem Zustand verlor die große Mehrzahl die Geistesgegenwart und schrie und heulte fürchterlich. Ich holte die Kinder und meine Eltern zusammen. Der Vater sagte wenig; die Mutter und die Geschwister jammerten laut; doch ich tröstete sie und wir beteten alle. Als nun die Segeltücher zu brennen anfingen, fragte ich den Vater, ob keine Rettung möglich sei, worauf dieser antwortete: Die Rettung ist verloren! Alsdann wurden die Boote heruntergelassen, und nachdem ich Gott meinen Geist empfohlen, gab ich meinen Eltern den Abschiedkuß und die Hand zur Versöhnung. Das Boot war kaum fort, so kam Dohmen und fragte, wo seine Frau sei, dann reichte er mir zum letzten Male die Hand und schried jämmerlich im Gebete von mir. Inzwischen war das Boot ungefähr 20 Schritte vom Schiffe entfernt; doch ich sprang beherzt in die See und schwamm mutig dem Kahne zu. Als ich 200 Schritte geschwommen, rief ich auf die Matrosen, sie möchten mich hereinnehmen. Der Koch antwortete, ich möge nur kommen, warf mir ein Seil zu und zog mich, nachdem ich alle meine Kräfte zusammengerafft, herein. Ich erhob mich und schaute nach dem Schiffe hin, jedoch ich konnte die Meinigen bald nicht mehr erkennen. Wir winkten uns und riefen uns gegenseitig zu, welches mir aber ein Matrose verbot. Da setzte ich mich denn ruhig nieder und betete. Gegen 5 Uhr abends kamen die anderen Matrosen mit noch einigen Booten. Die Nacht war sehr kalt und wir blieben eine Stunde vom Schiffe liegen, bis an den Morgen. Alsdanngingen die Matrosen in das keleinste Boot und sagten, sie wollten gegen das Schiff steuern, um Lebensmittel zu suchen; allein wir merkten bald, daß sie uns verlassen wolten und fuhren ihnen nach. Ehe wir jedoch das Schiff erreichten, sank es in den Abgrund. Dann fuhren wir gegen Norden, bis die Sonne so hoch stand, daß wir die rechte Richtung nicht mehr halten konnten, und ruhten dann ein wenig aus. Um 2 Uhrruderten wir weiter und sahen vor Abend ein Schiff, auf welches wir stark lossteuerten. Wir fuhren noch eine Meile und sahen ein Segelschiff und einen Dampfer; doch auf einmal ward es dunkel. Wir glaubten, man hätte uns bemerkt, da aber das Schiff seitwärts fuhr, so ergab sich dieses als irrig. Wir ruhten nun aus; unser Mut war gesunken und jeder war müde und matt. Als aber gegen 2 Uhr ein Mann aus Limburg Wasser schöpfte, sah er plötlich ein Schiff und in kurzer Zeit erreichten wir unser Rettungsschiff, welches uns willkommen aufnahm. Dieses Schiff hieß Merkur und der Kapitän Hein Nelson. Sofort nahmen sie die Richtung woher wir gekommen waren und retteten noch 5 Menschen. Einer saß in einer Wasserbütte, die anderen auf einem mastbaum. Der Kapitän hat sich gut gegen uns benommen. Er hat mir ein Paar neue Schuhe und Strümpfe gegeben, obgleich ich noch meine Holzschuhe hatte. Diese haben mir gute Dienste geleistet, um Wasser aus dem Boot zu schöpfen.
Lieber Oheim! Jetzt kannst Du Dir auch denken, wie es mit meinen Eltern, Geschwistern, meinem Oheime und Dohmen aussieht. Ein Badener, der bis zum letzten Mann auf dem Schiffe war, sagte mir, er habe meine Eltern, Gschwister, Oheim, Tante, Dohmen mit Frau und Kindern an der Kajüte des Kapitains stehen sehen und als das Feuer überhand nahm, seien alle miteinander über Bord in das Wasser gesprungen. Keiner ist verbrannt, sondern alle haben im Wasser ein schauerlich Grab gefunden, doch hoffte er, daß sie gut gestorben seien; indem er eine halbe Stunde mit ihnen gebetet habe, ehe er ins Wasser gesprungen. An Rettung war nicht zu denken, denn es waren nur 4 Boote und zudem machten sich die matrosen und Steuerleute zuerst hinein; ja, sie haben sogar das Messer gezogen, um dem Gedränge Ein Halt zu thun. Es war ein Glück, daß ich in dem Boote aufgenommen wurde, denn der Koch kannte mich gut. Wäre ich auf ein anderes zugeschwommen, so wäre ich sicher zugrunde gegangen, wie so viele. Neben mir schwamm ein anderer, der das Schwimmen besser verstand als ich; er ging aber zugrunde, weil er verzagte. Über 400 Menschen hat es das Leben gekosten, darunter auch 4 Matrosen. Dem Kapitain wird man den Strick um den Hals legen, wenn er nach Amerika kommen wird, weil er die Leute schlecht behandelt hat. Vor meiner Abreise werde ich die Verhältnisse noch näher beschreiben aus Haveren. Am 11. Juli kamen wir in Haveren zu, wo wir gut aufgenommen wurden. Der preußische Konsul hat mir und noch 6 Rheinländern einen neuen Anzug gegeben, von Kopf bis zu den Füßen.
Lieber Oheim! Du kannst Dir auch wohl denken, daß ich kein Geld habe; doch es soll für mich gesorgt werden. Der Konsul hat gesagt, daß ich das Geld für meine Eltern sicher zurück erhalte. Ich habe aber auch noch das Reisegeld von Dohmen und Oheim erhalten. Nun müßt ihr mir aber schreiben, ob ich das Geld von Oheim nach hause schicken oder mit nach Amerika nehmen soll; Im letzten Falle könnt Ihr mir das berechnen, denn Ihr werdet auch das Stück land vom Oheim brüderlich theilen. Das Geld von Dohmen werde ich jedenfalls mit nach Amerika nehmen. Du mußt sehen, was Du mit dem Hause machts. Kannst Du es für einen guten Preis verkaufen, so thue das und setz das Geld auf Zinsen. Meine Vollmacht werde ich schicken. Du mußt auch 60 Messen lesen lassen und sollte ich zugrunde gehen, so müssen 6 Messen gestiftet werden; Wenn das Geld aber nicht ausreichen sollte 5 oder 4. Was übrig, soll Euch gehören. Meine Meinung ist, zu Houben nach Amerika zu reisen, wenn Ihr wißt, wo der Matthias ist, so schreiben Sies mir, damit ich ihn aufsuchen bei Ströbel in Newyork - .
Hiermit will ich mein Schreiben schließen, in der Hoffnung, daß es Euch in der Gesundheit antreffen werde, wie es mich verließ. Der Gott, der mich vor den Wellen bewahrte, wird mich auch in fernem Lande schützen. Säumet nicht mir zu schreiben; denn das Dampfschiff soll am 20. abfahren. Nächstens mehr. Hier kann man Feder und Dinte nicht haben, weil jeder schreiben muß. Heute wird in England eine Kollekte für uns abgehalten. Es sollen in England noch 30 gerettet sein. Die unsrigen sind 87.
Peter "



De jonge Schaps vertrok inderdaad later die maand vanuit Frankrijk naar Amerika en is nooit meer teruggekeerd naar zijn vaderland. Toen hij in Amerika arriveerde heeft hij van President Grant een "Land Patent" gekregen in Minnesota ter grootte van 160 acres. Hij reisde naar St. Paul, bracht korte tijd door in Chaska en LeSuer, Minnesota. In Winnipeg hielp het met vee drijven, studeerde Engels en Frans aan de St. Johns Universiteit bij St. Cloud, en vestigde zich tenslotte in Albany, Minnesota. Hij bouwde een graansilo en werd eigenaar van de Albany Roller Mills.
Peter Schaps huwde Theresa Fisher en ze kregen drie kinderen welke weer zorgden voor vele kleinkinderen.
Peter stierf 6 december 1909, 62 jaar oud, en is begraven op het Katholieke kerkhof "Seven Dolor's" te Albany, Stearns County, Minnesota.
Op zijn grafsteen staat geschreven: "When you come by me, pray for me".